kleiner-speicher

Eigentlich war das vier mal fünfeinhalb Meter kleine Fachwerkhäuschen kaum mehr jemandem aufgefallen. Hinter den schmucken Gebäuden von Stütings Mühle jenseits des Westergrabens und fast verborgen hinter dichtem Buschwerk schlief es seinen „Dornröschenschlaf“. Spätestens jedoch, nachdem die Naturbühne direkt davor im vorletzten Jahr vom Kultur- und Heimatverein seiner Bestimmung übergeben wurde, fielen die Blicke wieder auf das winzige verfallene Haus. Einem war der marode Zustand des etwa 180 Jahre alten Gebäudes bereits vorher ein „Dorn im Auge“. Marc Schenuit, der nach seiner Zimmermannausbildung den Erhalt des „kleinen Speichers“ zum Thema seiner Diplomarbeit gemacht hatte – mit dem Ziel diesen zu erhalten.Continue reading

Jetzt ist es amtlich: Der Kultur- und Heimatverein Badulikum bekommt für die Sanierung des „kleinen Speichers“ auf dem Gelände von Stütings-Mühle von der NRW-Stifftung einen Zuschuss.
Auf der Internetseite der NRW-Stiftung ist dort folgendes zu lesen: „Mit dem Geld soll der kleine Speicher auf dem Gelände „Stütings Mühle“ saniert werden. Das beschloss jetzt der Vorstand der NRW-Stiftung unter dem Vorsitz von Staatsminister a. D. Harry Kurt Voigtsberger.

Das Speicherhäuschen aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist gerade mal vier Meter breit und fünfeinhalb Meter lang. In den letzten Jahren ist es immer stärker verfallen und eine Sanierung im Bestand lässt sich nicht mehr durchführen. Architekt und Denkmalpfleger haben sich daher auf einen kontrollierten Rückbau geeinigt. Ziel ist es, dabei möglichst viel der historischen Bausubstanz zu erhalten und für den Wiederaufbau zu verwenden. Zukünftig soll der Speicher für Ausstellungen genutzt werden. Die Nachtwächterzunft und die Sturmtagskanoniere aus Belecke möchten dort ihre Vereinsgeschichte präsentieren.

Der Speicher ist Teil des Gesamtensembles „Stütings Mühle“ zu dem noch ein Wohnhaus, Mühlgebäude und eine Fruchtscheune gehören. Bereits 1307 besaß der Belecker Probst hier das Mahlrecht. Die Familie Stüting hat die Wassermühle bis 1963 betrieben. Heute steht das Ensemble unter Denkmalschutz und ist ein beliebter Treffpunkt für Belecker Bewohner und Touristen.“